
Nicht schlecht - Vieles hat in der Psychologie modellhaften Charakter. Man muss erst einmal die Theorie verstehen, bevor es darum geht, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Und vieles aus der Psychologie lässt sich nicht in die Praxis umsetzen. Nach einigen Jahren wird die Theorie verworfen und eine neue aufgestellt. Deshalb kann ich sagen, dass mir einiges aus dem Buch zwar geholfen hat, vieles aber kann ich nicht umsetzen oder gar behalten. Ich hoffe, dass bald Bücher geschrieben werden, die rein praxisorientiert sind.
1a Handbuch nicht nur für die Prüfungsvorbereitung - Ich kann die scharfe Kritik an diesem außergewöhnlichen Nachschlagewerk überhaupt nicht nachvollziehen. Krapp und Weidenmann haben es geschafft, alle wesentlichen Themen der pädagogischen Psychologie klar strukturiert und leicht verständlich in einem Werk zusammenzufassen. Anhand von vielen Beispielen wird der Zugang zu den angeführten Statistiken und Ergebnissen aus der Forschung erleichtert. Zu Beginn jeden Kapitels wird der grobe Inhalt in einer Mindmap dargestellt.Sicher ist es manches Mal nicht einfach, sich inmitten dieses riesigen Werkes zurecht zu finden und auch der Inhalt mag ob seiner Komplexität nach der Lektüre nicht aller Orten auf wohlmeinend nickende Gesichter zu stoßen, doch haben wir es hier mit pädagogischer Psychologie zu tun und nicht mit Harry Potter o.ä. Wer sich ein wenig mit der Materie auseinander setzt und die notwendige Zeit für das Lernen aufbringt, der kann mit diesem Werk eine schöne Prüfungsstunde verbringen.Auch nach dem Studium ist es als Nachschlagewerk für die tägliche Praxis unbedingt ans Herz zu legen - man denke hier besonders an die Kapitel über Lernen, Motivation, Lernumwelten... Plastischer als es dort steht, kann man es doch gar nicht mehr darstellen! Liebe Kollegen, lest es nach und lernt daraus! Eure Schüler werden es euch danken.Uneingeschränkte Empfehlung, fünf Sterne.
Psychologischer Mainstream - Was die Unstruktieriertheit anbelangt, so kann ich mich daran nicht mehr so recht erinnern, da meine Zwangslektüre im Rahmen der Diplomprüfung schon einige Jahre zurückliegt.Mich stört vielmehr, daß es sich bei diesem Buch um ein Werk der bürglichen Psychologie handelt. Das zugrunde liegende Menschenbild wird hier nicht explizit dargelegt, aber ist natürlich implizit immer vorhanden. Wenn hier bürgerlich-kritisch u.a. aufgezeigt wird, daß die Schulpsychologie versagt hat, so bleibt es bei dieser oberflächlichen Darstellung. Aber die Frage, worin die Gründe für diese Versagens liegen - die wissenschaftlichen, wie auch die sozialen - wird ausgeblendet.
gut zum gezielten Nachlesen --- als Lehrbuch zu umfangreich - °Für Wissenschaftler sicherlich ein Standardwerk, das alle möglichen Bereiche der pädagogischen Psychologie in überzeugender Ausführlichkeit abdeckt. Studierende dürfte allein schon der Umfang von über 800 Seiten abschrecken, wenn sie eine Einführung in das Fachgebiet suchen (Tip: Päd. Psychologie von Perleth/Ziegler). Sicher empfehlenswert ist es dagegen für spezielle Fragestellungen bei Referaten oder Seminararbeiten, denn hier führt das Inhaltsverzeichnis schnell zum Ziel.Da es sich hier um eine Gemeinschaftsproduktion verschiedener spezialisierter Autoren handelt, ist sicherlich ein fehlender roter Faden zu bemängeln. Unzureichender Praxisbezug, eine Vielzahl an Theorien und Forschungsergebnissen wie auch der wissenschaftliche Sprachstil weisen das Buch eher als Nachschlagewerk für Theoretiker denn als Lehrbuch für spätere Praktiker aus.~
das beste Beispiel, wie ein Lehrbuch nicht aussehen sollte - Zwar ist dieses Buch leider konkurrenzlos in seiner Ausführlichkeit und vor allem in der Fundiertheit, allerdings ist es für Studierende, die oft prüfungsbedingt zur Lektüre dieses Wälzers genötigt werden, ein einziger Albtraum. Unterüberschriften sind nicht von übergeordneten Überschriften zu unterscheiden, der Aufbau der einzelnen Kapitel ist meist völlig planlos und bei manchem Kapitel weiß ich bis heute nicht, um was es eigentlich genau ging. Der Weidenmann/Krapp enthält zwar das geballte Wissen der pädagogischen Psychologie, aber er ist so ungeschickt strukturiert, dass es nicht möglich ist, mit dem Buch vernünftig zu lernen.